Abschied von Hofkater RED - 
„Die Erinnerungen und die Liebe, die ich zurücklasse,
sind für euch zum Behalten.
Ich habe Ruhe gefunden,
mein Gesicht der Sonne zugedreht und schlafe jetzt.“
(Alan Curtis)
Tiefe Trauer im Tierheim ?? Am Mittwoch den 23.06. haben wir unseren geliebten Hofkater „Red“ auf seiner letzten Reise begleitet ?????
Anfang Juli 2015 fanden wir vor  unserem Tierheimtor einen Pappkarton, in dem offensichtlich ein Kater ausgesetzt worden war: der Karton war beschriftet mit „Kater Leo, 5 Jahre alt“ – es waren noch Katzenutensilien in dem Karton, aber das Katerchen hatte sich anscheinend selbständig daraus befreit. Wir versuchten, das Tier zu finden oder über einen FB-Post den Besitzer zu ermitteln, leider ohne Erfolg. Wir gingen davon aus, dass jemand ihn aufgenommen hatte.
Es waren mehrere Wochen vergangen, da tauchte ab und zu ein roter Schatten in der Nähe des Tierheimgeländes auf ?? Anscheinend wartete da jemand, dass die Menschen nach Hause gingen und auf dem Hof nur noch Katzen unterwegs waren, so dass der „Schatten“ dort eine Mahlzeit ergattern konnte. Es passiert oft, dass uns Katzen zulaufen, die entweder ausgesetzt oder beim Umzug zurückgelassen wurden oder die einfach bei uns wohnen möchten, weil ihnen die Freiheit gefällt, die sie bei uns genießen dürfen. Es dauerte ziemlich lange, bis der Kater auch mal am Tag auf dem Gelände zu sehen war, ein großer stattlicher Kerl, wunderschön – anfassen oder einfangen ließ er sich nicht, aber es sah danach aus, dass er bleiben wollte, und wir tauften ihn „Red“.
Irgendwann fasste Red soweit Vertrauen zu uns, dass wir uns nähern und ihn auch mal streicheln durften, und schon bald wurde er zu einer unserer Lieblings-Hofkatzen. Es dauerte noch eine Weile, bis irgendjemand sich erinnerte, dass an dem leeren Karton, in dem „Leo“ seinerzeit gesessen hatte, rote Haare geklebt hatten. So hatten wir endlich die Verbindung und wussten, dass unser „Red“ der entflohene „Leo“ war ???
Red war nicht nur ein wunderschöner Bursche, er war gelegentlich auch unglaublich witzig ?? inzwischen hielt er sich auch gerne in der Tierheimküche auf, ließ sich mit Leckerlies und Streicheleinheiten verwöhnen und brachte uns mehr als einmal zum Lachen. Er war von Anfang an gesundheitlich ein wenig angeschlagen, was man aber nur daran merkte, dass die Fellpflege nicht so gut funktionierte wie es bei einem so jungen Kater der Fall sein sollte. An „mal eben bürsten“ war aber nicht zu denken, er wehrte sich mit all seinen Waffen. Red bekam den kleinsten Maulkorb aufgesetzt, den wir finden konnten und sah unglaublich niedlich und witzig damit aus, er ließ die Friseuraktion über sich ergehen und war zwar etwas beleidigt, aber keinesfalls nachtragend. Überhaupt machte Red jeden Unsinn mit, ließ sich z.B. auch gerne mal verkleiden: ob Weihnachtsmütze oder Halloween-Kostüm, wir konnten ihm alles anziehen und hatten unsere helle Freude an dem süßen Kerl. Spaß hatten wir mit ihm auch, als er Wasser als Getränk etwas langweilig fand und sich einen Saft im Tetrapak vornahm und neugierig den Strohhalm untersuchte, bis  er es schaffte, ein Schlückchen von dem süßen Stoff einzusaugen ??Unser BufDi musste an dem Tag Wasser trinken ??
Weniger spaßig ging es zu, wenn wir zu den Tierheimfesten Hundebesuch bekamen. Red musste dann aufwändig gesucht, eingefangen und für ein paar Stunden drinnen gehalten werden, da kein Hund vor ihm sicher war. Ob groß oder klein, Red attackierte alles, was nach Hund roch oder bellte,  und er meinte es ganz offensichtlich ernst... ??
Red brachte uns nicht nur oft zum Lachen sondern berührte auch unsere Herzen sehr mit seinem nieldichen Gesicht und seiner liebevollen und verschmusten Art. Niemand, der in der Tierheim-Küche an seinem Körbchen vorbei ging, konnte dem hübschen Kater widerstehen und musste ihn einen Moment lang kraulen ??
Ende letzten Jahres merkten wir dann, dass Red nicht mehr gut fressen konnte. Er hatte eine üble Zahnfleischentzündung, und ihm mussten mehrere Zähne gezogen werden. Er bekam Medikamente, und er berappelte sich wieder recht gut. Nach einiger Zeit entzündete sich das Zahnfleisch erneut, und Red musste wieder einige Zähne lassen. Richtig gesund wurde er nicht, es war fortan ein einziges Auf und Ab.  Dadurch, dass er nach einiger Zeit nur noch sehr weiches Futter oder Katzensauce fressen konnte, baute er stark ab, der einst stattliche Kater wurde immer schmaler. Er hatte bald auch keine Lust mehr, große Ausflüge zu unternehmen und blieb immer öfter im Körbchen oder in einer Höhle in der Küche liegen. Nach wie vor schmuste er gern, und er schlabberte gerne seine Saucen und Cremes. Medikamente bekam er inzwischen dauerhaft.
Als Red sich vor ein paar Wochen von der Küche lieber in einen etwas abgelegenen sehr ruhigen Raum zurückzog, da wussten wir im Stillen, dass er sich auf den Weg machen wollte, aber wir wollten es noch nicht wahr haben ?? Immer, wenn er in dieser Zeit gut gegessen hat, seine Augen glänzten und er Streicheleinheiten haben wollte, oder wenn er sich draußen ein wenig in die Sonne legte, schöpften wir neue Hoffnung.
Am Samstag Abend verschwand Red dann in Richtung des benachbarten Schützengeländes. Er wollte sich nicht einfangen und ins Gebäude bringen lassen. Die Schützen wurden verständigt, hatten aber Red nicht gesehen. Wir haben das Gelände um das Tierheim herum immer wieder nach allen Seiten abgesucht, fanden aber keine Spur von unserem Kater. Wir sind fast verrückt geworden vor Sorge, hatten Angst, dass er irgendwo da draußen einsam sterben würde. Dienstag meldete sich dann ein Herr vom Schützengelände, Red war dort, und die Tierheimleitung konnte ihn vom Dach holen und nach Hause bringen. Es war allen klar, dass seine Zeit gekommen war ?? Er lag zwar ruhig in seinem Körbchen und schnurrte beim streicheln, konnte und mochte aber nichts mehr essen. Am Mittwoch Morgen ist er dann mit Hilfe unserer Tierärztin im Kreis seiner Lieben friedlich eingeschlafen.
Wir haben unseren anderen Hofkatzen noch die Möglichkeit gegeben, sich von Red zu verabschieden und haben ihn dann neben unserer Küchenkatze Grauchen beigesetzt. Von dort hat er den Hof und seine Küche im Blick und kann genau beobachten, welche Hunde uns besuchen.
Lieber Red, wir sind unendlich traurig, dass Du schon so früh die Seiten gewechselt hast, sind aber gleichzeitig dankbar, dass Du in Deiner letzten Stunde Zuhause warst und wir bei Dir sein konnten. In unseren Herzen lebst Du weiter. Wir werden immer in Liebe und mit einem Lächeln über Deine Kapriolen an Dich denken, die Erinnerung an Dich wird nicht verblassen. Komm gut über die Regenbogenbrücke und grüße die anderen ?????

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